Musikgesellschaft Schnottwil

Wir nehmen Abschied von unserem Ehrenmitglied Ernst Ritz

Wir nehmen Abschied von unserem Ehrenmitglied Ernst Ritz

Schnottwil, den 1. Juli 2016 Mit Ernst verlieren wir nicht nur ein überaus treues Ehrenmitglied, sondern auch einen sehr geschätzten Kollegen und Helfer, sei es als Tambour, Paukist, Küchenchef oder Grilleur. Seit längerer Zeit stand es um Ernsts Gesundheit nicht zum Besten. Das hinderte ihn aber überhaupt nicht daran, sich um seine «Musig» zu kümmern. Erst kürzlich erkundigte er sich nach dem Stand der Vorbereitungsarbeiten fürs Eidgenössische Musikfest und wünschte dem Verein viel Erfolg. In Erinnerung bleiben zahlreiche schöne, gemeinsame Momente. So zum Beispiel die Marschmusikparade bei unserem deutschen Partnerverein, dem Musikverein Ellhofen. Unvergessen wie Ernst vor dem Bürgerhaus infolge der sehr engen Platzverhältnisse mit dem Lederriemen der Marschtrommel an der Stossstange eines VW Käfers hängenblieb. Für das Gelächter war gesorgt und Ernst führte in der Folge die Ellhofner Bevölkerung ins Vokabular der schweizerdeutschen Fluchwörter ein. Bis zuletzt bestand zwischen Ernst und Ellhofen ein Band der Freundschaft. Dies sicherlich nicht zuletzt auch deshalb, weil er es mit seinem handwerklichen Können verstand, ein bereits verlorengeglaubtes Spanferkel in bekömmliche Stücke zu zerlegen. In jungen Jahren war Ernst bei jedem Fest für die Bar zuständig. Auch hier kam seine gastgeberische und zuvorkommende Seite voll zum Ausdruck. Einerseits kannte er die Mixturen sämtlicher Bargetränke, andrerseits war die Kleidung des Bar-Man immer piekfein: weisses Hemd und schwarze Fliege – çomme il faut! Wahrlich, auf Ernst war stets Verlass. Er war kein Mann der grossen Worte, umso mehr der grossen Taten. Bei sämtlichen Grossanlässen der Musikgesellschaft zeichnete er als Küchenchef verantwortlich, so u.a. am Schweizerischen Blaskapellentreffen, am Solothurner Kantonalen Musikfest, beim 150-Jahr-Jubiläum, dem 175-Jahr-Jubiläum sowie an zwei Solothurner Kantonalen Veteranentagungen mit 600 Teilnehmern, die mit einer währschaften Bernerplatte verwöhnt wurden, von der noch Jahre danach gerühmt wurde! Bei jedem Fest galt für ihn und seine Küchenmannschaft striktes Alkoholverbot, aber am Schluss vom Fest, da wurde ab und zu auch mal richtig auf die Pauke gehauen. Unvergessen sicher auch jener Moment, als er und ein paar Mitstreiter es den Galliern gleichtaten und den Cognac aus der Suppenkelle schlürften als wäre es Zaubertrank. Ob im Job oder im Verein – sein Motto lautete stets „Allzeit bereit“, für seine «Musig» machte er alles. Und dafür sind wir Ernst unendlich dankbar! Die fröhlichen Momente mit unserem lieben Musikkameraden sind vergangen, aber die Erinnerungen werden uns allen noch lange bleiben. Wir bedauern den Verlust sehr und wünschen der Trauerfamilie viel Kraft und Zuversicht in dieser schweren Zeit. Merci...

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